Herausforderung auf Intensiv: Weaning

Herausforderung auf Intensiv: Weaning

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2018 - 3

Die invasive Beatmungstherapie ist ein essenzieller Bestandteil in der modernen Intensivmedizin. Sie wird häufig eingesetzt bei Patienten mit einer schweren respiratorischen Insuffizienz infolge eines Versagens der muskulären Atempumpe oder der Oxygenierung bei einer Schädigung des Lungengewebes. Während der Beatmungszeit wird die Ursache der Ateminsuffizienz behandelt, der überwiegende Anteil beatmeter Patienten kann nach kurzer Dauer problemlos extubiert werden. Rund 40 % der Beatmungspatienten haben Schwierigkeiten beim Weaning, hier kann ein verlängerter und komplexer Entwöhnungsablauf (prolongiertes Weaning) beobachtet werden. Weaning bedeutet nicht „nur“ die Trennung von der invasiven maschinellen Beatmung. Es ist ein ganzheitlicher Prozess mit dem Ziel, die bestmögliche Atmung (Atemmuskulatur), kognitive Funktion, hämodynamische Stabilität sowie eine gute nutritive Situation wiederherzustellen. Dabei ist die Motivation des Patienten ein wichtiger Bestandteil.

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