Künstliche Ernährung auf einer Intensivstation

Künstliche Ernährung auf einer Intensivstation

Bild © Manuela Boos
2017 - 4

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich das Aufgabenspektrum der Intensivmedizin enorm erweitert. Neben der Überwachung und Behandlung von Patienten, deren Vitalfunktionen gefährdet oder gestört sind, erhalten Schwerstkranke hier inzwischen regelmäßig Therapiemaßnahmen, die Störungen im Stoffwechsel, im Wasser-Elektrolythaushalt sowie der Nierenfunktion beheben können. Dazu gehört auch die Möglichkeit, bestimmte Funktionen des Körpers zu unterstützen oder zu übernehmen, z. B. der Austausch von Sauerstoff und CO2 in der Lunge (ECMO), die Nierenersatzfunktion (Dialyse) oder die Unterstützung der Atmung (Beatmung). Die Ernährung bzw. ernährungstherapeutische Maßnahmen standen währenddessen lange Zeit im Hintergrund, da sie nicht zu den lebenserhaltenden Maßnahmen zählen. Der Ernährungsstatus sowie eine adäquate Ernährungstherapie haben jedoch einen deutlichen Einfluss auf die Behandlung und die Prognose des Intensivpatienten. Durch eine rechtzeitig begonnene, optimal zusammengesetzte Ernährung werden die Beatmungszeit sowie die Liegedauer verkürzt sowie die Komplikationsrate minimiert.

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