Medizinischer Notfall: Sepsis

Medizinischer Notfall: Sepsis

Bild © jarun011 adobestock

Einer Schätzung zufolge gibt es jährlich ca. 350.000 Sepsisfälle in Deutschland, weltweit spricht man von 27–30 Millionen betroffenen Menschen. Alle 6–7 Minuten stirbt ein Mensch an dieser Erkrankung, insgesamt sind es 70.000 bis 95.000 Menschen jährlich – mehr als durch Brust- und Prostatakrebs sowie HIV zusammen. Sepsis bzw. multiples Organversagen – auch Blutvergiftung genannt – ist eine außer Kontrolle geratene Entzündung, die ohne sofortige intensivmedizinische Behandlung immer tödlich ist. Sie ist eine systemische Reaktion des Organismus auf eine unkontrollierte Infektion. Die meisten werden durch Bakterien und Viren, aber zunehmend auch von Pilzen, verursacht. Eine Sepsis wird zu einem medizinischen Notfall, wenn die eigenen Körperabwehrmechanismen die eigenen Organe und Gewebe schädigen. Trotz der fortschreitenden Medizin in den Bereichen Antibiotika, Impfung und Akutversorgung steigt die Zahl der Betroffenen jährlich an. Daher muss die Sepsis als eine wesentliche Erkrankung in der Medizin angesehen werden.

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