Psychologische Aspekte der Schmerztherapie

Psychologische Aspekte der Schmerztherapie

Schmerz als Alltagsphänomen hat eine wichtige Schutz-und Warnfunktion, wenn Schädigungen im Körper stattfinden oder zu erwarten sind. Menschen ohne Schmerzwahrnehmung leben gefährlich, da sie bedrohliche Reize aus dem eigenen Körper, z. B. eine Entzündung, nicht wahrnehmen. Schmerz beinhaltet ein ganz subjektives Erleben, das unterschiedlich zum Ausdruck gebracht wird. Es gibt Kulturen, in denen es verpönt ist, Schmerzen zu zeigen.

Schmerz ist ein multidimensionales Geschehen, das auch durch psychische Prozesse beeinflusst wird. Diese haben einen entscheidenden Anteil daran, dass aus einem akuten Schmerz eine chronische Schmerzkrankheit entsteht. Schmerz ist weder messbar noch beweisbar. Ein Patient, der Schmerzen empfindet und äußert, ist darauf angewiesen, dass Behandler und Pflegende ihm glauben und ihm professionell begegnen. Nicht immer findet sich eine eindeutige Ursache der Schmerzen, sodass eine Diskrepanz zwischen medizinischen Befunden und dem subjektiven Befinden entsteht. Die mangelnde Objektivierbarkeit birgt das Risiko der Entstehung von Kommunikations- und Behandlungsproblemen.

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