Ethik-Problem: Nahrungsverweigerung

Ethik-Problem: Nahrungsverweigerung

Bild © robert kneschke fotolia.com

Die Verweigerung von Nahrung ist ein gewaltloses Mittel des passiven Widerstands. Um diesen Widerstand mit einem Sinn zu füllen, muss die betroffene Person allerdings den Grund ihrer Nahrungsverweigerung offenbaren (können). Nur so kann das Verhalten als Mittel der Beeinflussung genutzt werden. (5) Das Motiv der Nahrungsverweigerung bei geriatrischen Patienten ist derweilen oft unklar, da sich viele Patienten widersprüchlich verhalten (sie äußern z. B. den Wunsch nach Nahrung, drehen dann aber den Kopf weg und halten den Mund fest geschlossen, wenn Essen angereicht wird), sodass es schwer fällt, ihr verweigerndes Verhalten als bewusst eingesetztes Mittel zu identifizieren. (5, 3)
Das Verweigern und Ablehnen von Nahrung ist ein häufiges Problem dem professionell Pflegende in ihrer klinischen Praxis ausgesetzt sind. Oft geraten hier die 4 ethischen Prinzipien (das Wahren der Autonomie, das Nicht-Schadenwollen, das Wohl des Patienten und die soziale Gerechtigkeit), nach denen beruflich Pflegende ihr Handeln ausrichten, miteinander in Konflikt.

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