Fast-Track-Konzepte in der Chirurgie

Fast-Track-Konzepte in der Chirurgie

2021 - 3

Unter Fast-Track-Konzepten wird im medizinischen Bereich eine gesondert definierte primäre postoperative Therapieform verstanden, welche auf verschiedenen Säulen aufbaut: eine adaptierte und individuelle Schmerztherapie, standardisierter Kostaufbau sowie eine postoperative Frühmobilisation. Die Einführung und Umsetzung einer solchen Strategie verfolgt das Ziel einer Herabsetzung der postoperativen Komplikationsrate und bedingt ein interdisziplinäres Agieren der am Behandlungs- und Versorgungsprozess beteiligten Berufsgruppen (1) wie anästhesieärztlicher und chirurgischer Dienst, Pflegedienst, Ernährungsberatung und Physiotherapie. Umgangssprachlich wird oft der Begriff der „Schnellspur-Chirurgie“ verwendet. (2) Nicht etwa aus dem Grunde, die zu behandelnde Person – im Folgenden als Patient bezeichnet – aus betriebsökonomischen Aspekten schnellstmöglich aus einer akutstationären Versorgungseinrichtung zu entlassen, sondern dabei die jeweiligen Komplikationen nach einem chirurgischen Eingriff abzuwägen und deren eventuellen Folgen entgegenzuwirken. Insgesamt kann diese Methode, im Kontext betrachtet, bereits ab Beginn des Therapieverlaufes als rehabilitativer Ansatz gesehen werden und dient der Förderung des ganzheitlichen Genesungsprozesses. (3) Die nachfolgende Fortbildungseinheit geht jedoch ausschließlich auf die postoperative pflegerische Versorgung ein.

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