Prävention der katheterassoziierten Sepsis

Prävention der katheterassoziierten Sepsis

Bild © Hans Heisel

Die katheterassoziierte Sepsis ist eine der häufigsten nosokomialen Infektionen auf Intensivstationen. Sie führt zu verlängerten Krankenhausaufenthalten und erhöht die Letalität sowie die allgemeine Morbidität. Sie verlängert das Leiden der Betroffenen, vergrößert den medizinischen, medikamentösen und pflegerischen Aufwand und verursacht damit hohe betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzkosten. Anzeichen sind die typisch-klinischen Symptome einer Sepsis: Fieber, Schüttelfrost, Hypotonie usw. Zur Diagnosestellung werden der einmalige Nachweis von pathogenen Erregern bzw. mehrere Nachweise von Hautkeimen in zentral und peripher abgenommenen Blutkulturen benötigt. Hautpursache der katheterassoziierten Sepsis ist – insbesondere bei längerer Liegedauer des ZVK – das intra- bzw. extraluminale Eindringen der Erreger bzw. die sekundäre Besiedlung. Neben einer frühen Diagnosestellung mit genauer mikrobiologischer Identifikation der beteiligten Erreger ist eine frühe, leitlinienorientierte Antibiotikatherapie für eine erfolgreiche Therapie ausschlaggebend. Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung einer katheterassoziierte Sepsis stellen neben einer hohen Compliance mit den hygienischen Basismaßnahmen (insbesondere mit der hygienischen Händedesinfektion) die Einhaltung evidenzbasierter Empfehlungen bezüglich Anlage und Versorgung des ZVK dar. Optimalerweise werden die wichtigsten Präventionsmaßnahmen einrichtungsspezifisch in Bündel zusammengefasst, regelmäßig geschult und z. B. mit Checklisten überwacht.

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